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Zwischentöne in der Listhalle Reutlingen am 5. Mai 2012 beim Konzert "Ausverkauf"

Zwischentöne sind für manchen Musikanten die schwarzen Tasten auf dem Klavier. Wir halten es da lieber mit dem Duden, der darin Feinheiten, Nuancierungen ebenso wie Subtilität, Schlauheit, Finesse sieht. Ins Schwarze treffen sollen unsere Stücke trotzdem (oder gerade deshalb!).

Mit brisanten gesellschaftlichen Themen setzen wir uns gerne auseinander. Chormusik ist für uns eine Möglichkeit kultureller Aktivität, durch die sowohl Ungerechtigkeiten und Konflikte aufgezeigt werden, als auch lebenswerte Dinge wie Frieden, Verständigung, Solidarität und Lebensfreude zum Ausdruck kommen. So wollen wir unser Publikum zwar zum Nachdenken anregen, es aber auch mit rhythmischen, lebendigen, verträumten, leisen und lauten Liedern unterhalten, Hoffnung, Lust und Mut machen und selbst Stellung beziehen. Neben unseren Konzertprogrammen treten wir deshalb auch bei politischen Veranstaltungen und Demonstrationen auf.

Musikalisch bewegen wir uns zwischen Traditionellem, alt Bewährtem und Neuem, Ungewohntem. Wir probieren aus, sind nicht festgelegt und singen Lieder aus verschiedenen Kulturen und Zeiten. Die Hauptsache, die für uns alle im Vordergrund steht, ist die Lust am Singen.

Programmarbeit:


Unsere Programme werden in der Regel vom Chor selber (basisdemokratisch) erstellt. Die Themen entstehen meist aus aktuellen kulturpolitischen und gesellschaftlichen Anlässen heraus und auch aus dem, was die Einzelmitglieder des Chores gerade bewegt und worauf sie Lust haben zu singen. Für die musikalische und gestalterische Ausarbeitung wird eine Programmgruppe gebildet, die ihre Ergebnisse regelmäßig im Plenum dem Chor vorstellt. 

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit den im Chornetzwerk zusammengeschlossenen Chören. Aus dieser Zusammenarbeit entwickeln sich in unregelmäßigen Abständen größere Chorkonzerte, die in verschiedenen Städten aufgeführt werden.